Beim Quartier A handelt es sich um eines der spannendsten Stadtentwicklungsgebiete in Österreich. Umso mutiger und innovativer müssen die Maßnahmen sein, die hier gesetzt werden. Der vorliegende Entwurf für den Qualitätssicherungsplan ist aus Sicht der SPÖ Amstetten ambitioniert, sollte aber noch viel weiter gehen. 

Gemeinderat Andreas Fröhlich, Stadtrat Bernhard Wagner, Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler und Gemeinderätin Birgit Kern.

„Beim Quartier A wird von den Eigentümern – die Stadtgemeinde Amstetten und 14 Umlandgemeinden – immer wieder von einem Leuchtturm-Projekt für die Region gesprochen. Zu einem Projekt, das die ganze Region überstrahlt, kann das Quartier A allerdings nur werden, wenn noch mehr Mut, Zukunftsorientierung und vor allem Klimaschutzmaßnahmen in die Planungen einfließen“, erklärt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler. Er ergänzt: „Unser Ziel muss es sein, den innovativsten Stadtteil Österreichs zu planen und gemeinsam zu entwickeln. Wir haben hier außerdem die Chance, eine Vorbildrolle im Bereich des Klimaschutzes einzunehmen, indem wird das Quartier A zu einem Nullenergie-Stadtteil machen.“  

Gerade in Anbetracht der aktuellen Energiepreise und der unaufschiebbaren Herausforderung, die Klimakrise zu meistern, müsse dieses Thema zu einem zentralen Punkt in der Entwicklung des neuen Stadtteils werden. Sowohl im Bereich der Erneuerbaren Energien, als auch beim Thema Mobilität müsse angesetzt werden, um eine energieeffiziente Entwicklung zu gewährleisten. „Beim Thema Mobilität müssen wir etwa über die Parkplatzzahl sprechen. Der große Vorteil des Quartier A ist die hervorragende Bahn-Anbindung. Deswegen sind wir der Meinung, dass die Parkplatzzahl bei den Wohnungen mit dem Faktor 0,66 berechnet werden sollte und nicht mit 1,1, wie es im Stadtzentrum sonst die Regel ist. Das Konzept ist außerdem sehr kurz angebunden, was die Frage nach Car-Sharing betrifft. Gerade hier brauchen wir ganz neue Lösungen“, fordert Riegler vor allem auch die Grünen auf, die ÖVP Amstetten zu mehr Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit zu drängen.  

Baustadtrat Bernhard Wagner betont neben den Bestrebungen im Energiebereich zwei weitere Kernpunkte der Quartiersentwicklung. Wagner: „Beim Wohnraum muss für eine ausgewogene soziale Durchmischung gesorgt wird. Dafür braucht es eine breite Vielfalt an unterschiedlichen Wohnformen. So ist der Standort perfekt geeignet für Junges Wohnen, um damit jungen Menschen Anreize zu geben, in Amstetten zu bleiben und nicht abzuwandern. Auch müssen Wohnungen in verschiedensten Preissegmenten Platz finden. Zudem ist dafür zu sorgen, dass geeignete klimaaktive Baustoffe verwendet werden. In diesem Bereich haben wir früher schon eine Vorreiterrolle eingenommen, die wir grade im neuen Stadtquartier noch weiter ausbauen könnten.“ 

Abschließend hält Wagner fest, dass auch die Bemühungen um einen FH-Lehrgang nicht eingestellt werden sollten. „Wir befürworten die Ansiedlung der Coding School 42, die auch von der heimischen Wirtschaft unterstützt wird. Einen studienplatzfinanzierten FH-Lehrgang ersetzt dies allerdings bei weitem nicht. Hier gab es ja bereits 2019 einen konkreten Vorschlag, der von der Rathausmehrheit nicht weiterverfolgt wurde. Für uns ist das absolut unverständlich und deshalb fordern wir einmal mehr, dass alles unternommen wird, um einen dislozierten FH-Lehrgang nach Amstetten zu bekommen“, so Wagner.