Die Auswirkungen der Arbeitsmarktkrise treffen auch die Stadt Amstetten mit voller Härte. Damit verbunden sind viele persönliche Schicksale von Familien, Alleinerziehenden oder Singles, die von einem Tag auf den anderen nichtmehr wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. SPÖ präsentiert nun 10-Punkte-Plan für mehr Jobs in Amstetten.

Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler, Stadträtin Elisabeth Asanger und SPÖ-Klubsprecher Helfried Blutsch

„Wir müssen alles tun, um dafür zu sorgen, dass alle Menschen in Amstetten einen Job finden. Deswegen haben wir die Initiative 1.000 neue Jobs für Amstetten bis 2025 gestartet. Mit jedem dieser 1.000 Jobs können wir Menschen in Amstetten eine neue Chance und neue Perspektiven geben. Das ist unser klares Ziel“, erklärt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler, der die Aktion maßgeblich vorantreibt. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen, sowie die Prognosen für die Zukunft zeigen, wie wichtig die Job-Initiative ist. So waren im Februar 2.779 Personen beim AMS Amstetten arbeitslos vorgemerkt, was einer Steigerung von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Prognosen für die Wirtschaft sehen nicht gut aus. Nach Auslaufen von Stundungen und Kurzarbeit drohen weitere Jobs wegzubrechen. „Dagegen müssen wir etwas tun. Gerade in der Krise haben wir als Politiker die Verantwortung, den Menschen unter die Arme zu greifen und niemanden im Regen stehen zu lassen,“ so Riegler.

Erster Maßnahmen-Vorschlag im Gemeinderat

Sowohl auf der lokalen Ebene, als auch auf Bundesebene brauche es daher ein Maßnahmenbündel gegen die Arbeitsmarktkrise. Einen ersten Antrag dazu wird die SPÖ am Mittwoch bei der Gemeinderatssitzung einbringen. „Nachdem die Aktion 20.000 ein großer Erfolg war und vielen Menschen durch ihren Job neuen Mut und neue Zuversicht gegeben hat, soll dieses Erfolgsprojekt wiederbelebt und ausgebaut werden. Wir bringen deshalb eine Resolution an die Bundesregierung im Gemeinderat ein, die Aktion 40.000 zu unterstützen. Diese wurde von der SPÖ Parlamentsfraktion eingebracht und würde 40.000 Menschen durch einen Job eine neue Chance geben“, schildert SPÖ-Stadtrat Bernhard Wagner. Dabei hoffe man auf die Unterstützung aller Fraktionen, um ein starkes Zeichen zu setzen und das Arbeitsmarktthema aktiv aufzugreifen. „Generell braucht es hier eine Zusammenarbeit aller Fraktionen. Hier ist Parteipolitik wirklich fehl am Platz. Deshalb finde ich es besonders schade, dass ÖVP und Grüne unsere Einladung zum Arbeitsmarktgipfel ausgeschlagen haben“, stellt Wagner klar.

10 Punkte für mehr Jobs in Amstetten

„Jetzt braucht es die besten Lösungen, um unserer Jugend eine Perspektive zu geben und Familien die Angst und Unsicherheit, die die Krise mit sich bringt, zu nehmen. Unsere Stadt war immer dann erfolgreich, wenn wir mutig nach vor geblickt haben. Genau das ist jetzt gefragt. Deshalb haben wir bereits einen ersten 10-Punkte-Plan für mehr Jobs in Amstetten erarbeitet. Dies ist der erste von vielen Schritten, die wir gemeinsam mit den Amstettnerinnen und Amstettnern in den nächsten Monaten und Jahren gehen wollen“, so Riegler abschließend.

Unser 10-Punkte-Plan für mehr Jobs in Amstetten

  • Gründung der Arbeitsgruppe „1.000 neue Jobs für Amstetten
  • Einbeziehung von Sozialpartnern, Unternehmern und Industrie
  • Freiwillige Arbeitszeitverkürzung im öffentlichen Bereich
  • Bestbieterprinzip: Unternehmen aus der Region bei öff. Aufträgen vorziehen
  • Unterstützung von Beschäftigungsprojekten wie Transjob oder Frau&Arbeit
  • Geplante Investitionen vorziehen und Vollvariante bei der Hallenbadsanierung umsetzen
  • 500.000 Euro jährlich für Arbeitsplatzmaßnahmen im Budget reservieren
  • Lokale Investitionen in Green-Jobs
  • Zusätzliche Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen auf der Gemeinde und bei den Stadtwerken
  • FH-Standort in Amstetten realisieren