Die anhaltende Rekordteuerung trifft die Menschen in Amstetten hart. Die SPÖ fordert im Kampf gegen die Teuerung einen städtischen Schutzschirm in Höhe von einer Million Euro. Bei den konkreten Maßnahmen wollen sich die Sozialdemokraten an Best-Practice Beispielen aus ganz Österreich orientieren.  

„Es ist unsere absolute Verpflichtung als Politiker, den Menschen in Zeiten der Rekordteuerung zu helfen. Besonders Dinge, die die Grundbedürfnisse der Menschen betreffen, dürfen mit den Spekulationen am freien Markt nichts zu tun haben. Hier müssen wir mit einem großen städtischen Schutzschirm entschlossen auftreten und den Amstettnern zeigen, dass die Stadt im Kampf gegen die Teuerung an ihrer Seite steht. Nur so können wir den Menschen Sicherheit geben und finanzielle Ängste nehmen. Unsere Devise ist klar: Wir lassen niemanden in dieser Krise allein“, stellt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler klar. Gemeinsam mit SP-Stadträtin Elisabeth Asanger, Klubsprecher Helfried Blutsch und der sozialdemokratischen Gemeinderatsfraktion fordert er einen Amstettner Schutzschirm in Höhe von einer Million Euro, um die Folgen der Teuerungswelle abzufangen. 

„Um einen treffsicheren und breiten Schutzschirm spannen zu können, haben wir Best-Practice Beispiel aus ganz Österreich analysiert und die besten Maßnahmen aus zahlreichen Städten und Gemeinden herausgepickt. Es gibt bereits klare Vorstellungen, wie ein bestmögliches Maßnahmenpaket aussehen kann“, so Riegler und Blutsch. Dabei nennen die SP-Politiker unter anderem eine deutliche Erhöhung des Heizkostenzuschusses und der Unterstützung für den Sozialmarkt, sowie das Aussetzen von Mieterhöhungen und von Preiserhöhungen bei städtischen Einrichtungen als wichtige Maßnahmen des Amstettner Schutzschirms. „So können wir zielgerichtet helfen und dafür sorgen, dass das Geld bei den Menschen ankommt, die es am dringendsten brauchen. Besonders wichtig ist neben der direkten Unterstützung durch einen deutlich erhöhten Heizkostenzuschuss auch eine nennenswerte zusätzliche Unterstützung für den Sozialmarkt. Die Sozialmärkte sind österreichweit so stark ausgelastet wie noch nie. Jeder Fünfte Österreicher lebt mittlerweile unter oder knapp an der Armutsgrenze. Hier brennt es gewaltig und wir sind gefordert, diesen Brand zu löschen“, betont Riegler. Als sozial treffsicher betitelt Riegler auch das Traiskirchner Modell, das maßgebliche Vergünstigungen bei Mittagessen in Schulen und bei der Nachmittagsbetreuung vorsieht. „Das wollen wir auch in Amstetten umsetzen.“ 

Für Härtefälle schlägt der Amstettner SPÖ-Vorsitzende außerdem vor, endlich einen städtischen Sozialfonds einzuführen: „Wer kein Erspartes hat auf das man zurückgreifen kann, kann in der aktuellen Situation schnell und unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Genau in solchen Fällen könnte die Stadtgemeinde mit einem Sozialfonds rasch und unbürokratisch helfen. Die Richtlinien dafür liegen fix fertig ausgearbeitet auf dem Tisch. Türkis-Grün müsste nur über den eigenen Schatten springen und gemeinsam mit uns für diese Sozialmaßnahme stimmen.“ 

Vereine unterstützen – Soziale Teilhabe sichern 

Neben den Hilfen für die Amstettnerinnen und Amstettner sind Unterstützungen für die Amstettner Vereine und Unternehmen der zweite große Punkt im Amstettner Entlastungspaket, das die SPÖ vorschlägt.  “Die zahlreichen, ehrenamtlichen Sportfunktionäre in Amstetten leisten einen unbezahlbaren gesellschaftlichen Beitrag“, schildert Stadträtin Elisabeth Asanger. Sie ergänzt: „Angesichts der ungezügelten Teuerungswelle im Energiebereich sind auch die Vereine mit riesigen Problemen konfrontiert. Sie in dieser schwierigen Lage zu unterstützen ist mir eine Herzensangelegenheit.“  

Die Mehrkosten, die durch die horrenden Energiepreise auf die Vereine zukommen, könnten den Fortbestand von Vereinen gefährden und für enorme Steigerungen bei Mitgliedsbeiträgen sorgen. „Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb müssen wir allen Vereinen, die unsere Hilfe benötigen, gleicherweise bei den Energiepreisen unter die Arme greifen. Hier haben wir auch eine große gesellschaftliche Verantwortung. Sport und die Mitgliedsbeiträge in Vereinen müssen weiter für alle leistbar bleiben. Es kann schließlich nicht sein, dass Kinder aus finanziell schwächer gestellten Familien in Zukunft vom Vereinsleben und gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen sind, weil sich Familien die Mitgliedsbeiträge in den Vereinen nicht mehr leisten können. Hier denken wir aus der Sicht der Kinder. Jedes Kind in Amstetten hat das Recht auf soziale Teilhabe, auf Sport und auf eine aktive Freizeitgestaltung“, so Asanger abschließend.