Die SPÖ Amstetten hält weiter an den Plänen für ein attraktives und modernes Naturbad fest. Konkrete Pläne dafür liegen bereits vor, wurden allerdings von der Schwarz-Grünen Stadtregierung auf Eis gelegt.

Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler und Baustadtrat Bernhard Wagner wollen eine umfassende Sanierung und Erweiterung des Amstettner Hallenbads.

Bereits im Mai 2019 wurden die Planungen für eine Renovierung des Naturbads präsentiert. Auch das Einreichen der Maximalvariante beim Land Niederösterreich wurde zu dieser Zeit im Gemeinderat beschlossen. Seit der Übernahme durch die neue Schwarz-Grüne Stadtregierung wurden diese Planungen allerdings nicht weiterverfolgt. Vielmehr betonte die Stadtregierung, dass man dieses Projekt nicht in der geplanten Form umsetzen, sondern bei diesem wichtigen Freizeit- und Sportangebot sparen werde.

„Das können wir nicht nachvollziehen. Wir wollen bei der Renovierung des Naturbads weiter an der Vollversion festhalten. Diese würde rund 20 Millionen Euro kosten. Dadurch könnten wir den Besuchern in Zukunft ein zusätzliches 25 Meter-Sportbecken, einen deutlich vergrößerten Kinderbereich und auch einen modernisierten und attraktiven Wellnessbereich anbieten. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es zudem wichtig, als öffentliche Hand zu investieren und so für positive Impulse und Beschäftigung in der Region zu sorgen“, erklärt Baustadtrat Bernhard Wagner.

Um das Projekt finanzieren zu können, schlägt die SPÖ eine ähnliche Finanzierung wie beim Ankauf der Gründe im Quartier A durch die Wirtschaftsraum GmbH vor. „Aufgrund der überregionalen Bedeutung des Naturbades wollen wir, dass sich Bund, Land und Umlandgemeinden bei der Finanzierung beteiligen“, sagt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler. „Wenn Bund und Land jeweils zehn Prozent der Kosten tragen, können die restlichen Kosten in Höhe von 16 Millionen Euro im Verhältnis 55:45 aufgeteilt werden. 55 Prozent bezahlt die Stadtgemeinde Amstetten, 45 Prozent tragen die Umlandgemeinden. Wenn das bei der WRA möglich ist, wo sich die Umlandgemeinden Einfluss in Amstetten gesichert haben, dann halten wir es nur für fair, dass sie sich auch bei diesem Projekt beteiligen, von dem auch die Einwohner der Umlandgemeinden maßgeblich profitieren. Wenn den WRA-Geschäftsführern Haberhauer und Pressl etwas daran liegt, den Vereinen, Schulen und privaten Badegästen ein modernes Bad zu bieten, dann müssen sie sich für eine solche Lösung einsetzen“, schildert Riegler.

Die überregionale Bedeutung des Bads zeigt sich bei der Besucherstatistik. So kommen nur rund 20 Prozent der Besucher aus der Stadtgemeinde Amstetten, 50 Prozent aus dem Bezirk und 30 Prozent aus anderen Bezirken. Noch im Jänner, kurz vor der Gemeinderatswahl, betonte auch Grünen-Vizebürgermeister Hörlezeder diese überregionale Bedeutung. Baustadtrat Bernhard Wagner gibt zudem zu bedenken, dass für die Aufrechterhaltung des Badebetriebs im Hallenbad ohnehin baldige Investitionen vonnöten sind. „Wir haben jetzt eine Situation, in der wir möglichst schnell handeln müssen, um gravierende Mängel zu beseitigen und den Badebetrieb aufrecht zu erhalten. Wenn wir diese Investitionen weiter hinausschieben, wird es nur teurer und der Zustand des Bades wird schlechter, sodass in absehbarer Zeit nichtmehr für die Sicherheit der Besucher garantiert werden kann und möglicherweise der Badebetrieb eingestellt werden muss.“