Üben scharfe Kritik an der Absiedlung der Neurologie Mauer: Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler und Stadträtin Beate Hochstrasser.
Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler und Stadträtin Beate Hochstrasser üben scharfe Kritik an den Plänen der Landesgesundheitsagentur.

Die SPÖ Amstetten übt scharfe Kritik am Vorgehen bei der geplanten Verlegung der beiden Neurologiestationen A und C vom Landesklinikum Mauer nach Amstetten und Melk.

Bereits vergangene Woche wurden die Pläne der NÖ Landesgesundheitsagentur öffentlich, zwei von drei aktuell in Mauer stationierten Neurologie-Abteilungen zu verlegen. Nach zahlreichen Gesprächen mit MitarbeiterInnen und dem Betriebsrat des Landesklinikums steht für Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler fest: „Für einen derart gravierenden Einschnitt müssen vorher intensive Gespräche mit den Beschäftigten, dem Betriebsrat und der Stadtpolitik geführt werden. Es kann nicht sein, dass die Betroffenen davon aus den Medien erfahren, schließlich sind hier über 150 MitarbeiterInnen betroffen.“

„Über die Art und Weise wie hier vorgegangen wurde, sind der Betriebsrat und die Mitarbeiter vollkommen zurecht verärgert. Jetzt müssen die Verantwortlichen der Landesgesundheitsagentur Rede und Antwort stehen und die Argumente der betroffenen Mitarbeiter ernst nehmen“, bezieht auch Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser zu diesem Thema Stellung.

„Aus den derzeit verfügbaren Informationen lässt sich noch nicht wirklich ableiten, was diese Pläne für die Gesundheitsversorgung im westlichen Niederösterreich letztendlich bedeuten. Klar ist aber, dass hier ein gut etabliertes und seit Jahrzehnten aufgebautes Kompetenzzentrum, das auch von den Synergien der anderen Abteilungen am Standort Mauer profitiert, in Frage gestellt wird,“ ist Hochstrasser überzeugt, dass auf den Neurologiestationen in Mauer sehr gute Arbeit geleistet wird. „Dass diese nun abgesiedelt werden soll, stellt jetzt natürlich auch eine Schwächung für den Standort dar und sollte noch gut diskutiert werden. Das oberste Ziel muss sein, die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung in allen Bereichen auch künftig abzusichern.“

Auch FH Standort wird gefordert

Darüber hinaus fordern die SPÖ PolitikerInnen, dass im Zuge der Errichtung des Pflegecampus auch über die Ansiedlung einer Pflege-Fachhochschule diskutiert werden muss. „Mauer eignet sich sowohl infrastrukturell, als auch durch die Nähe zu den beiden Landeskliniken ideal als Standort für die akademische Ausbildung in der Pflege. Wir haben darauf bereits vor Jahren in einem Brief an Landeshauptfrau Mikl-Leitner hingewiesen und eine klare Stellungnahme zu den Plänen für die künftige Ausbildung gefordert. Eine klare Rückmeldung zu den langfristigen Plänen ist bis heute ausgeblieben,“ meint Vizebürgermeister Mag. Riegler, „dass hier eine endgültige Entscheidung längst überfällig ist.“