Vor Kurzem demonstrierten rund 1.000 Menschen am Amstettner Hauptplatz gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, in Wien fand am Wochenende ebenfalls eine große Demonstration statt. Auch die SPÖ kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung, plädiert jedoch für eine sachliche Auseinandersetzung mit der Corona-Politik.

Foto (SPÖ): Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler und Stadträtin Beate Hochstrasser appellieren: „Zusammenhalten statt spalten“.

„Die Menschen dürfen sich nicht auseinandertreiben lassen. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass möglichst wenige Menschen diese heimtückische Krankheit bekommen und wir diese Krise bald überwunden haben. Wir müssen zusammenhalten, statt für Spaltung in der Gesellschaft zu sorgen“, reagiert Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler auf die immer heftiger werdenden Diskussionen rund um die vorherrschende Corona-Maßnahmen.

Allerdings zeigt Riegler natürlich auch Verständnis dafür, dass im Moment viele Menschen unsicher, verängstigt oder sauer auf die Regierung sind. „Den Ärger über die Bundesregierung kann ich in vielen Fällen nachvollziehen. Da geht es mir nicht anders, als vielen Menschen auf den Demonstrationen. Bis heute sind nämlich weder eine klare Linie, noch ausreichende Pläne der Bundesregierung bekannt. Das spiegelt sich sowohl beim Impfchaos, als auch bei den Test-Schmähs wider. Während etwa in Israel bereits 1 Million Menschen geimpft wurden, bringt die Bundesregierung hier nichts zusammen. Hier braucht es konkrete Maßnahmen, statt übertriebener Selbstinszenierung“, ärgert sich Riegler. Trotzdem dürfe sich die Bevölkerung nicht gegeneinander ausspielen lassen. Nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Solidarität sei es möglich, die schwarz-grünen Corona-Maßnahmen bald obsolet zu machen. „Gerade deswegen dürfen sich die verärgerten Menschen nicht von rechten Spaltern instrumentieren lassen, die den Frust der Menschen nutzen wollen, um politisches Kleingeld zu waschen. Ein derartiges Vorgehen einiger Politiker ist unanständig, das lehne ich entschieden ab.“

Sachliche Informationen über Maßnahmen und Impfung

Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser hofft derweil auf ein rasches Anlaufen der Corona-Impfungen. Hochstrasser: „Die Impfung wird es uns ermöglichen, zu unserem gewohnten Leben zurückzukehren. Wie lange unser Leben noch derart eingeschränkt sein wird, liegt nur an der Bundesregierung. Deswegen appelliere ich an die Regierung, beim Thema Impfungen endlich in die Gänge zu kommen, einen konkreten Impfplan auszuarbeiten und für genügend Impfstoff zu sorgen.“ Im Moment zeigen sich noch viele Österreicher kritisch gegenüber der Impfung. Viele vertrauen dem Impfstoff nicht. Hier will Hochstrasser auf umfassende und transparente Information setzen, um den Menschen Ängste zu nehmen: „Es braucht einen sachlichen Diskurs, bei dem alle Seiten zu Wort kommen. Nur so können sich die Menschen selbst ein Bild machen und sich über die Impfung informieren. Dabei darf auf keinen Fall der Fehler gemacht werden, dass Menschen, die sich kritisch äußern, sofort als Corona-Leugner dargestellt werden. Das trifft bei weitem nicht in allen Fällen zu.“

Abschließend betonen Riegler und Hochstrasser, dass beide auch persönlich der Impfung positiv gegenüberstehen. „Wenn wir an der Reihe sind, dann werden wir uns natürlich auch impfen lassen“, so die SPÖ-Mandatare.