An diesem Wochenende sollen die letzten Veranstaltungen in der Remise stattfinden. Eine Petition für den Erhalt hat bereits rund 1400 Unterschriften gesammelt. Aus einem aktuellen Medienbericht geht hervor, dass Christian Haberhauer darauf verweist, dass sich die Petition an die falsche Adresse richte, weil das Bauwerk ja nicht mehr der Stadt, sondern zu zwei Dritteln der Ecoplus und zu einem Drittel der Wirtschaftsraum Amstetten GmbH gehöre. Aus Sicht der SPÖ handelt es sich hier um ein reines Versteckspiel. Die Abriss-Pläne für die Remise müssen verworfen werden.

„Es hat uns sehr erstaunt, dass Christian Haberhauer in der aktuellen Ausgabe der NÖN behauptet, man sei bei ihm an der falschen Adresse“, fehlt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler jegliches Verständnis: „Das genaue Gegenteil ist der Fall. Haberhauer ist alleiniger Vertreter der Stadt Amstetten in der Wirtschaftsraum GmbH. Hier kann er jederzeit sein Veto
einlegen, gegen ihn fällt in diesem Gremium kein Beschluss. Außerdem hätte er auch weitere Mittel wie etwa einen Bebauungsplan in der Hand, um auf die Gestaltung des Areals einzuwirken. Wir haben zum Bespiel erst kürzlich gegen die Verordnung der Bauhöhen gestimmt, um zu verhindern, dass den Architekten freie Hand gelassen wird“, weist Riegler darauf hin, dass die türkisgrüne Rathausmehrheit ihrer Verantwortung nicht gerecht werde. „Auch unsere Forderung nach einem städtebaulichen Vertrag, der zwingende Vorgaben für die Bauträger macht und damit eine Qualitätssicherung für das neue Quartier bedeuten würde, wird bis zum heutigen Tag einfach ignoriert.“


Für Gemeinderat Andreas Fröhlich ist ebenfalls klar, dass gegenüber der Bevölkerung endlich klare Aussagen gemacht werden müssen: „Als Politiker sollte man immer mit offenen Karten spielen. Wenn man also gegen unseren ausdrücklichen Willen die Remise wegreißen will, dann
muss man das auch so sagen. Anstatt zum eigenen Handeln zu stehen, übt man sich in Ausreden und Beschwichtigungen. Das lässt uns auch für andere wichtige Projekte in Amstetten zweifeln, ob man im Interesse der Bevölkerung handelt, so wie es zum Bespiel bei den Plänen für das neue
Bad nicht der Fall war.“

„Die Remise hat sich zu einem äußerst beliebten Areal für Events entwickelt. Das zeigt sich schon allein daran, dass beide Veranstaltungen am Wochenende bereits vorab restlos ausverkauft sind. Die Menschen in Amstetten haben die Remise mittlerweile wirklich ins Herz geschlossen. Für den Großteil der Amstettner ist klar: Unsere Remise darf nicht einfach abgerissen werden“, ist auch die JG-Vorsitzende Annika Blutsch der Meinung, dass man hier noch einmal zurück an den Start
gehen muss.