Unter dem Vorwand der Corona-Pandemie wurden nur ungenügende Vorbereitungen und Maßnahmen für die Flurreinigungsaktion getroffen. So wurde die Aktion für zahlreiche engagierte Menschen unnötig verkompliziert, mehrere Vereine wurden gleich gar nicht informiert.

Ärgern sich über die mangelhafte Umsetzung der Flurreinigung: Annika Blutsch, Jessica Griessenberger und SPÖ-Umweltsprecherin Birgit Kern.

„Die Flurreinigungsaktion leistet Jahr für Jahr einen wichtigen Beitrag für eine saubere Umwelt. Dabei beteiligen sich stets viele äußerst tatkräftige Freiwillige, die in ihrer Freizeit den achtlos weggeworfenen Müll sammeln und dann fachgerecht entsorgen“, erklärt SPÖ-Umweltsprecherin Birgit Kern. „Natürlich sind wir bei dieser Aktion auf die Freiwilligen angewiesen. Leider wurde den Menschen eine Teilnahme an der Aktion in diesem Jahr deutlich erschwert und verkompliziert. So wurden etwa die zahlreichen Vereine und Organisationen gar nicht oder nur unzureichend über die Aktion informiert. Auch wenn das Sammeln in großen Gruppen im Moment natürlich nicht möglich ist, hätte eine Info an die Vereine sicher viele Menschen erreicht, die diesmal nicht aktiv wurden. Auch die Koordination funktionierte nicht wie gewohnt. Es macht schließlich wenig Sinn, wenn die Wege, an welchen gesammelt werden soll, nicht ordentlich aufgeteilt werden. Wenn dann alle Menschen an den bekanntesten Wanderwegen gehen, dann bleibt andernorts viel Müll liegen“, ärgert sich Kern.

Für die SPÖ ist klar, dass man es den Menschen möglichst leicht machen muss, an dieser wichtigen Aktion teilzunehmen. Die beiden Hundebesitzerinnen Annika Blutsch und Jessica Griessenberger kamen deshalb mit einer Idee auf die SPÖ zu. „Man könnte an verschiedensten Stellen Mistsäcke zur Entnahme anbieten, ähnlich wie es mit den Sackerl-fürs-Gackerl angeboten wird. Wir sind oft mit unseren Hunden unterwegs und nehmen da auch immer wieder größere Mengen an Müll mit, die achtlos weggeworfen wurden. Da würden uns solche Möglichkeiten zur Entnahme von Müllsäcken natürlich helfen“, schildern Blutsch und Griessenberger. Beide ärgern sich immer wieder, über Vermüllung entlang von Gehwegen oder beliebten Plätzen. „Generell braucht es da viel mehr Sensibilisierung, weil der Müll nicht nur schädlich für die Natur ist, sondern auch eine Gefahr für Tiere und Kinder darstellt. Kleintiere wie etwa Hasen können sich vor allem bei weggeworfenen Dosen schwere Verletzungen zuziehen und schlimmstenfalls daran sterben. Deshalb finden wir es natürlich besonders schade, dass es in diesem Jahr nicht gelungen ist, seitens der Stadtpolitik eine ordentliche Flurreinigung auf die Beine zu stellen.“