Österreichweit haben Menschen massiv mit der Teuerungswelle und den steigenden Energiepreisen zu kämpfen. Sollte es dadurch auch zu höheren Gewinnen der Amstettner Stadtwerke kommen, müssen die Menschen in Amstetten direkt davon profitieren. 

„Wenn Energieversorger angesichts der Rekord-Inflation zusätzliche Gewinne verbuchen, dann müssen wir darüber sprechen, wie wir den Menschen davon etwas zurückgeben können,“ schlägt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler vor, das Thema auch mit den Stadtwerken zu diskutieren. Für ihn steht fest, dass Gewinne, die aus einer Krisensituation entstehen, nicht für die Budgetsanierung der Gemeinde oder für laufende Ausgaben verwendet werden dürfen. „Stattdessen müssen wir dafür sorgen, dass von der Teuerung besonders betroffene Amstettner direkt profitieren. Deswegen schlagen wir vor, dass etwaige höhere Gewinne der Stadtwerke durch die Teuerungswelle seitens der Stadtgemeinde entnommen werden und für Projekte zum Teuerungsausgleich zweckgewidmet werden“, folgt Riegler einem Vorschlag von Bundeskanzler Nehammer, der zuletzt forderte, die Krisengewinne staatsnaher Energiekonzerne abzuschöpfen. „Wenn Nehammer einmal eine gute Idee hat, dann sind wir natürlich gerne bereit, diese auch aufzugreifen“, so der Amstettner SPÖ-Vorsitzende. 

Für die Verwendung der abgeschöpften Gewinne hat die SPÖ Amstetten bereits konkrete Ideen. Diese will man sowohl für zusätzliche Aufwendungen im Sozialbereich als auch für wichtige Projekte im Kampf gegen die Klimakrise aufwenden. „So können wir einerseits Menschen entlasten, die unter der Teuerungswelle am meisten leiden und gleichzeitig notwendige Schritte setzen, um im Energiebereich fortschrittlicher zu werden. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien denken wir hier auch an Investitions-Subventionen für Private, die in diesen Bereichen Geld investieren“, so Riegler. 

Gemeinderätin Regina Öllinger berichtet, welches Ausmaß die Teuerung für viele Menschen bereits angenommen hat: “Besonders in unserer Arbeit bei der Volkshilfe bekommen wir hautnah mit, wie sehr die Menschen mit der Teuerungswelle zu kämpfen haben. Für viele Menschen, auch in Amstetten, ist die Rekord-Teuerung mit existenziellen Ängsten verbunden. Deswegen ist es nur gerecht und richtig, wenn die Mehreinnahmen den Menschen retourniert werden oder für Projekte genutzt werden, von denen die Amstettner direkt profitieren. Was auf keinen Fall passieren darf ist, dass die Stadt am Ende auf Kosten der Energiebezieher zum Krisengewinner wird.”