Stadträtin Beate Hochstrasser vor der Polizei in Ulmerfeld. Dies wäre ein möglicher Defi-Standort.

Jedes Jahr sterben mehr als 12.000 Menschen in Österreich an einem plötzlichen Herztod. Durch den raschen Einsatz eines Defibrillators (Defi) können die Überlebenschancen im Ernstfall mit wenigen Handgriffen drastisch erhöht werden. „Deswegen arbeiten wir daran, Defis in Amstetten und den Ortsteilen flächendeckend verfügbar und schnell erreichbar zu machen. Gerade der Faktor Zeit und schnelle Erreichbarkeit ist nämlich besonders wichtig. Mit jeder Minute, die vergeht, sinkt die Chance einer erfolgreichen Reanimation um zehn Prozent. Die Defis sind deswegen so gestaltet, dass auch medizinische Laien im Notfall rasch und ohne Vorwissen Hilfe leisten können. So kann jeder im Ernstfall zum Lebensretter werden“, erläutert Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser. 

Als ersten Ortsteil will Hochstrasser Ulmerfeld in Angriff nehmen: „Aktuell gibt es in Hausmening drei Defis, aber in Ulmerfeld noch keinen. Deswegen werde ich vorschlagen, entweder bei der Polizei oder neben dem Friedhof ein Gerät zu installieren.“ Neben der flächendeckenden Ausstattung will die Gesundheitsstadträtin auch für mehr Bewusstsein bei diesem Thema sorgen. „Als ersten Schritt werde ich im zuständigen Ausschuss und im Austausch mit der Verwaltung vorschlagen, eine interaktive Karte mit allen Defis auf der Website der Stadtgemeinde zur Verfügung zu stellen. Außerdem halte ich die bessere Sichtbarkeit im öffentlichen Raum, etwa durch Hinweisschilder, für sinnvoll“, so Hochstrasser abschließend.