Dank dem Einsatz der SPÖ konnte ein ersatzloser Abriss des Freibades verhindert werden. Dem neuen Konzept werden die Sozialdemokraten vorerst dennoch nicht zustimmen, zu groß sind die Kritikpunkte, wie etwa die fehlende Sauna.

Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler und Stadtrat Bernhard Wagner

„Schon seit der Bekanntgabe der ersten Abriss-Pläne setzen wir uns dafür ein, dass es am Ende eine bestmögliche Lösung für die Menschen in Amstetten geben wird. Die Rettung unseres Freibades war dabei allerdings nur das erste Etappenziel, denn noch immer gibt es deutliche
Kritikpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten bei Freibad und Hallenbad“, schildert Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler. Als deutliche Kritikpunkte führt Riegler unter anderem das Fehlen einer Sauna und die deutliche Verkleinerung des Außenbereiches im Freibad an. „Es ist für uns völlig undenkbar, dass das Hallenbad in einer Bezirkshauptstadt wie Amstetten keine Sauna haben wird. Zahlreiche Menschen haben sich in den letzten Tagen bei uns über verschiedenste Wege gemeldet und ebenfalls klar signalisiert, dass ein Wegfall der Sauna nicht in Frage kommen darf“, so Riegler.

Baustadtrat Bernhard Wagner führt weitere Punkte an, die gemeinsam zu dem Entschluss führten, dem neuen Konzept die Zustimmung zu verweigern. Wagner: „Der Abriss des Naturteiches und das damit verbundene Wegfallen des Sprungturms sind uns ein wirklicher Dorn im Auge. Gerade der Sprungturm ist, neben den Rutschen, ein Highlight für die jungen Besucher des Freibades. Gleichzeitig genießen auch viele Menschen den Naturteich und entspannen sich in einer der ruhigeren Ecken des Bades. All das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. So nehmen wir nun satte 19 Millionen Euro in die Hand und bauen ein Bad, in dem am Ende viele Menschen auf beliebte Attraktionen im jetzigen Bad verzichten müssen. Das kann nicht Sinn des Umbaus sein.“ Für Wagner ist klar, dass die Planungen damit nicht abgeschlossen sein können. „Unsere Kritikpunkten sollten nun ernstgenommen werden und endlich in die Planungen miteinfließen. Dann können wir am Ende gemeinsam ein Projekt beschließen, hinter dem alle Fraktionen stehen und das den Menschen in Amstetten wirklich Freude macht“, schließt Wagner.