Am 12. Mai findet jährlich weltweit der internationale ME/CFS Aktionstag statt, der diese bisher kaum erforschte Erkrankung in den Mittelpunkt rückt. Dadurch sollen Betroffene sichtbar gemacht werden und Bewusstsein für diese Krankheit geschaffen werden.

Bild (SPÖ): Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser und Gemeinderat Andreas Fröhlich setzen sich für Aufklärung, Anerkennung und Forschung zum Thema ME/CFS ein.

Rund 25.000 Personen in Österreich sind von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis /Chronisches Fatigue Syndrom) betroffen. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die zu äußerst schnellen geistigen wie körperlichen Erschöpfungszuständen führt und im schlimmsten Fall weitreichende Behinderungen und Pflegebedürftigkeit mit sich bringt. „Drei von vier Betroffenen von ME/CFS sind nicht mehr arbeitsfähig, jeder vierte ist sogar ans Bett oder Haus gebunden. Von einem normalen Leben kann in vielen Fällen keine Rede mehr sein. Trotz der hohen Anzahl an Betroffenen ist die Krankheit noch kaum erforscht. Nach aktuellem Stand der Forschung gibt es keine Medikamente und die Krankheit ist nicht behandelbar. Auch in der Bevölkerung ist die Krankheit in weiten Teilen unbekannt. Deshalb zeigen wir Solidarität mit den Betroffenen und Angehörigen und fordern: Aufklärung, Anerkennung und Forschung – Jetzt!“, erklärt Gemeinderat Andreas Fröhlich.

Neben den fehlenden Medikamenten und Therapiemethoden gibt es weitere Probleme im Umgang mit ME/CFS-Patienten. „Trotz der massiven Einschränkungen durch die Erkrankung ist es für die Betroffenen ein beschwerlicher und langer Weg zur behördlichen Anerkennung. Bis heute gibt es nämlich noch keine bundesweite und spezialisierte Anlaufstelle für ME/CFS-Patienten. Deswegen ist es wichtig, nicht nur am weltweiten ME/CFS-Aktionstag auf diese Krankheit aufmerksam zu machen, um in der Öffentlichkeit für Aufklärung zu sorgen und für bessere Bedingungen für Erkrankte zu sorgen. Auf europäischer Ebene gibt es hier bereits zögerliche Schritte in die richtige Richtung. Die Niederlande unterstützen etwa ein Forschungsprogramm zu dieser Krankheit mit 28,5 Millionen Euro. In Österreich gibt es seitens des Bundesministeriums bislang keine konkreten Maßnahmen. Nichtsdestotrotz freut es mich, dass Bundesminister Mückstein den Betroffenen ebenfalls seine Unterstützung zugesagt hat“, schildert Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser.

Für Fröhlich ist der Umgang mit ME/CFS-Patienten eine besonders emotionale Angelegenheit. „Vor einiger Zeit ist mein Freund Kevin Thonhofer an dieser Krankheit erkrankt. Kevin war Leistungssportler, spielte in der zweiten Bundesliga beim DSV Leoben und danach in Deutschland beim VfR Aalen. 2017 erkrankte er, mit damals 29 Jahren, an ME/CFS und ist mittlerweile an den Rollstuhl gefesselt. Seither engagiert er sich, soweit es seine Kräfte zulassen, für die Non-Profit Organisationen CFS-Hilfe Österreich und Millions Missing. Dieser Einsatz beeindruckt mich zutiefst, weil sich Kevin Thonhofer trotz seiner Erkrankung für tausende weitere Betroffene stark macht. Deshalb ist es uns als SPÖ Amstetten auch besonders wichtig dabei mitzuhelfen, dafür in der Gesellschaft Bewusstsein zu schaffen“, schließt Fröhlich.