Nach der Präsentation der Abriss-Pläne für das Freibad wächst der Druck auf die Türkis-Grüne Stadtregierung. Über 1.000 Menschen haben die Petition gegen die Pläne von Bürgermeister Haberhauer und Vize Hörlezeder bereits unterschrieben.

SPÖ-Klubsprecher Helfried Blutsch, Gemeinderat Andreas Fröhlich und Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler

„Nach der Pressekonferenz am vergangegen Freitag war für uns rasch klar: Die vorgelegten Pläne von Türkis-Grün sind weder durchdacht, noch praktikabel. Wenn dieses Vorhaben umgesetzt wird, dann haben wir kein Freibad mehr und erzeugen gleichzeitig ein Chaos an der Ybbs. Das darf beides nicht passieren“, sagt Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler. Gleich am Wochenende rief Riegler gemeinsam mit der SPÖ-Fraktion daher eine Petition zum Erhalt des Freibads ins Leben, die großen Zuspruch erhält. Nach nicht einmal einer Woche haben bereits über 1.000 Menschen die SPÖ-Petition unterschrieben.

„Die Reaktionen auf unsere Petition zeigen ganz klar, dass die Menschen mehr als verärgert sind über die neuen Planungen der Stadtregierung. Das kann ich gut nachvollziehen, schließlich wurden die Planungen völlig unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht. Dieses Vorgehen ist aus unserer Sicht nicht in Ordnung. Es kann nicht sein, dass derart wichtige Entscheidungen in Hinterzimmern getroffen werden und den Menschen dann bei einer Pressekonferenz hingeklatscht werden“, erklärt Klubsprecher Helfried Blutsch. Stattdessen müsse intensiv auf die Anliegen der Amstettner eingegangen werden. „Wir haben bei der Petition auch über 400 Stellungnahmen bekommen. Darin schildern die Menschen, warum Amstetten unbedingt ein Freibad braucht und was sie sich von der Politik in dieser Sache wünschen. Dabei wurde ganz klar, dass ein Abriss der Becken und der Rutschen nicht in Frage kommt. Stattdessen wünschen sich die Menschen, dass die bestehenden Angebote erhalten werden und um ein Schwimmbecken im Freibereich ergänzt werden. Diese Variante wäre für die Gemeinde auch zu stemmen“, so Blutsch

Aus Sicht der SPÖ-Fraktion müssen die Planungen für die vorgelegte Variante der Stadtregierung sofort unterbrochen werden. Stattdessen braucht es einen breiten Dialog mit den Menschen, deren Anliegen sich im Projekt widerspiegeln müssen. „Im Wahlkampf bezahlte Christian Haberhauer unzählige Inserate mit dem Slogan „Menschen mögen – Bürger fragen“. Jetzt einen völlig untauglichen Plan zu präsentieren und bei Kritik aus der Bevölkerung dann immer andere ÖVP-Kollegen vorzuschicken, passt da nicht dazu“, erläutert Gemeinderat Andreas Fröhlich. Er ergänzt: „Wenn sich Haberhauer für die Interessen der Menschen interessieren würde, dann müssten jetzt die Planungen gestoppt und die Kritik der Menschen ernst genommen werden. Das würden wir uns von einem Bürgermeister erwarten, der Amstetten besser machen will. Ein Freibad-Abriss macht Amstetten jedenfalls nicht besser. Vielmehr zerstört man so eine wichtige und beliebte Freizeitmöglichkeit und raubt den Menschen im Sommer einen Rückzugsort.“